Formed-In-Place-Foamed-Gasket

Frei aufgetragene Silikon- oder PU-Schaumdichtung Formed-In-Place-Foamed-Gasket (FIPFG)

Auch hierbei wird in Form einer Raupe eine dieses Mal kompressible Dichtung auf einem Bauteil aufgetragen. Nach der Vulkanisation haftet die Schaumdichtung auf dem Substrat. Der Verbau kann nach Vulkanisation erfolgen. Die Dichtigkeit wird wiederum durch teilweise Verpressung erzielt

Werkstoffe: Silikon- und PU-Schäume 

• Beschränkung auf additionsvernetzende RTV-2- und PU-Schäume

• Die Komponenten A und B werden im dynamischen Mischer verarbeitet und sind meist mit Gas beladen

• Die Mischung wird in fließfähiger oder standfester Form mit Roboter oder Koordinatentisch auf die abzudichtenden Teile aufgebracht

• Auf den Teilen schäumt das Material auf (etwa das 2- bis 4-fache Volumen)

• Reaktion bei Raumtemperatur leicht exoterm

• Je nach System in Minuten bis Stunden voll ausvulkanisiert

• Wärmeableitung oder Wärmezufuhr (Umgebungstemperatur, Erwärmung beim Mischen, Temperatur und Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes) beeinflussen Reaktionsgeschwindigkeit und Schaumstruktur

• Dichtung muss bei fließfähigen Systemen in Nut ausgeführt werden

Vorteile:

• Dichtung kompressibel

• Geringe Schließkräfte

• Geschlossenzelliger Schaum

• Hohe Toleranzen bei großen Dimensionsschwankungen

• Automatische Applikation

Nachteile:

• Nicht geeignet bei Abdichtungen flüssiger Medien z. B. Öle, Kühlmittel

• Hoher Maschinenaufwand

• Verarbeitungsbedingungen sind speziell auf Anwendungen einzustellen

Einsatzmöglichkeiten:

• Scheinwerfergehäuse

• Rücklichtgehäuse

• Ansaugrohr, Ansaugkanal

• Zündkabelabdeckungen

• Gehäuse verschiedenster Art

• Verpackungsindustrie

Formed-In-Place-Foamed-Gasket